Referrer Spam in Google Analytics

| Christoph Steger

In letzter Zeit wundern sich Nutzer von Analyse-Tools zur Erfassung von Besucherdaten (beispielsweise Google Analytics)  wieder vermehrt darüber, dass angeblich massenhaft Zugriffe von dubiosen Quellen auf ihre Website erfolgt sind. Hierbei handelt es sich aber um sogenannten „Referrer-Spam“ oder „Ghost-Traffic“, einer Sonderform des Suchmaschinen-Spams.

Der aktuelle Referrer-Spam kommt unter anderem von:

  • buttons-for-website.com
  • darodar.com
  • googlsucks.com
  • hulfingtonpost.com
  • ilovevitaly.com
  • makemoneyonline.com
  • semalt.com
  • simple-share-buttons.com
  • social-buttons.com

Tatsächlich stammt dieser Traffic nicht von echten Websitebesuchern, sondern von sogenannten Referral-Bots. Auf ihrer Reise durch das Internet steuern sie gezielt Websites auf der ganzen Welt an und verfolgen dabei primär drei Ziele:

  1. Eigener Traffic:

Natürlich freut sich jeder Seitenbetreiber zunächst über steigende Besucherzahlen und ruft deshalb neugierig die jeweiligen Websites auf. Er findet dort jedoch entweder nichts oder nur Werbung für zweifelhafte Produkte und Dienstleistungen vor. Jetzt hat die Referrer-Spam-Falle zugeschlagen und die Spammer haben ihr Ziel erreicht: eigener Traffic.

  1. Affiliate-Betrug:

Durch den Klick der Webmaster auf die Spam-Websites wird nicht nur Traffic generiert, sondern auch potenzielle Kunden an Online-Shops weitergeleitet. Durch diese Methode können bei Einkäufen in den Shopping-Portalen Provisionen erwirtschaftet werden.

  1. Backlinks:

Einige Spammer spekulieren auch darauf, dass ihre Websites als HTML-Links in den Statistik-Logfiles, also den Besucherinformationen, sichtbar abgespeichert werden. Auf diese Weise sammeln die Referral-Bots automatisch Tausende von Backlinks auf ihre Seite und erhoffen sich dadurch einem Vorteil im Google-Ranking.

Fazit: Referrer-Spam nervt und verzerrt die Statistiken, ist aber zunächst nicht gefährlich, solange ihr die dubiosen Websites nicht aufruft. Selbst wenn ihr „nur“ auf bekannte Shopping-Portale weitergeleitet werdet, erreichen die Spammer ihre Ziele und das sollte nun nicht unterstützt werden. Hier findet ihr zudem Möglichkeiten Referrer-Spam zu blockieren.

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