Stell Dir vor es ist #Mobilegeddon und keiner geht hin

| Christoph Steger

Wenn man in den letzten Wochen und Monaten die einschlägigen Online-Marketing und SEO-Blogs verfolgt hat, dominierte wohl kein Thema so stark wie #Mobilegeddon. Hierbei handelt es sich um eine massive Änderung des Google-Algorithmus, die viele Webseitenbetreiber heftig treffen könnte. Das erste Mal werden mobile-optimierte Websites bevorzugt in den SERPs angezeigt. Was bedeutet das für mich als Unternehmen? Müssen wir unsere Website nun umstellen? Jetzt sofort? Wir klären auf:

Warum "mobile-friendly"?

Google reagiert auf den sich schon länger abzeichnenden Trend hin zur mobilen Online-Nutzung. In den USA verbringen die User bereits 60 Prozent ihrer Online-Zeit auf Tablets und Smartphones und damit nur noch 40 Prozent auf Laptops oder klassischen PCs. John Mueller von Google hat jüngst in einem Interview erwähnt, dass man davon ausgeht das spätestens im nächsten Jahr auch in Deutschland die mobile Internetnutzung die Nutzung via Desktop PCs überholen wird. Der Suchmaschinengigant will, dass die User mit den ihnen präsentierten Suchergebnissen möglichst zufrieden sind und legt aus diesem Grunde nun besonders großen Wert darauf, dass die Websites auf Smartphones oder Tablets optimal angezeigt werden. Google selbst sagt, die heutige Algorithmusänderung werde eine "signifikante Auswirkung" auf die Suchergebnisse haben. Wenn eure Websites keinen mobilen Traffic verlieren sollen, ist eine Umstellung jetzt also zwingend erforderlich. 

Wer muss jetzt reagieren?

Nun ist es also soweit: Google rollt sein neuestes großes Update aus und wird mobile-optimierte Seiten künftig im Ranking verstärkt bevorzugen. Die SEO-Szene nennt diesen Vorgang nur ehrfürchtig "Mobilegeddon", da er wohlmöglich mehr Einfluss auf Webseiten haben wird als Penguin und Panda.

Habt Ihr bereits einen Überblick darüber, wie viele Besucher überhaupt über Smartphones und Tablets auf eure Website gelangen? Nicht? Na dann wird es aber allerhöchste Zeit. Falls ihr Google-Analytics implementiert habt, könnt ihr dort die Statistiken einsehen. Zu der Übersicht gelangt ihr über Zielgruppe -> Mobil -> Übersicht und könnt dann die Aufteilung in Desktop, Mobile und Tablet überblicken. Falls euch der Prozentsatz der mobilen Sitzungen relativ hoch erscheint, würden wir euch eine Umstellung jetzt empfehlen, denn ab heute könntet ihr ansonsten deutliche Verluste erleiden.

Google bietet euch drei schnelle und unkomplizierte Optionen an um zu prüfen, ob eure Websites "mobile-friendly" sind:

1. Mobile-Friendly-Test

2. PageSpeed Insights

3. Google Webmaster Tools im Report "Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten"

Mit dem Mobile-Friendly-Test kann man einzelne URLs auf ihre mobile Nutzerfreundlichkeit überprüfen. PageSpeed Insights wiederum zeigt euch an, wie man die Performance der mobilen Website optimieren kann. In den Google Webmaster Tools erhält man zudem einen guten Überblick, welche der eigenen URLs Probleme im mobilen Bereich haben. Um alle Faktoren zu berücksichtigen, empfiehlt es sich, alle Tools zu nutzen, die Ergebnisse zu analysieren und etwaige Potenziale aufzudecken und zu nutzen.

Was kann ich tun?

Falls eure Website noch nicht "mobile-friendly" ist, gibt es verschiedene Varianten um euren Internetauftritt für mobile Endgeräte zu optimieren:

1. Responsive: Eure URL wird in diesem Fall für alle Endgeräte verwendet. Der Server übersendet bei einer Browser-Anfrage den gleichen HTML-Code. Über CSS wird dann das Rendering an das Smartphone, Tablet etc. angepasst.

2. Dynamic Serving: Im Gegensatz zu Responsive Design wird bei dieser Technik je nach unterschiedlichem Gerätetyp beziehungsweise User-Agent auf derselben URL anderer HTML- (und CSS-)Code vom Server bereitgestellt. Für Google ist es allerdings schwieriger die Inhalte zu indexieren und es könnten ggf. Probleme mit Duplicate Content entstehen.

3. mobile-optimierte Subdomain: Bei dieser Variante wird eine separate mobile Version erstellt und die Besucher auf diese umgeleitet, wenn sie mit einem Smartphone oder Tablet auf die Website zugreifen wollen. Für die mobile Version wird dabei häufig eine mit einem m gekennzeichnete Subdomain zur Hauptdomain eingerichtet.

Google selbst empfiehlt Responsive Webdesign als Lösung für mobile Websites. Die Vorteile dieser Variante sind, das die Website einen geringeren Pflegeaufwand benötigt, eine URL für alle Geräte verwendet wird und die Website sehr flexibel ist, da sie sich an die unterschiedlichen Ausgabegeräte anpasst.

Also? Alles hat sich geändert - alles bleibt gleich.

Wenn ihr bessere Rankings in der mobilen Suche erzielen wollt, müsst ihr auf jeden Fall die technischen Voraussetzungen schaffen damit Google eure Website überhaupt als "mobile-friendly" einstuft. Wenn dann auch noch alle Inhalte für die mobile Darstellung optimiert sind, hat dies sicher Auswirkungen auf die SERPs. Webseitenbetreiber, vergesst aber auch bei diesem Thema nicht, dass eure Websites für die User gemacht werden sollten und nicht für die Suchmaschinen. Wenn ihr keine interessanten, relevanten und hochwertigen Inhalte anbietet, wird auch die perfekt suchmaschinenoptimierte Website nicht all zu lang in den Top-Rankings bei Google & Co. bleiben.

Habt ihr Fragen oder möchtet etwas darüber erfahren, wie die Sumanauten euch bei der mobilen Optimierung eurer Website behilflich sein können? Kontaktiert uns!

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